LEEK Pulse Pro im Detail: Der Fitness-Tracker ohne Display und ohne Abo
Kein Bildschirm, keine Cloud, kein Abo, bis zu 30 Tage Akku: Der LEEK Pulse Pro geht bewusst einen anderen Weg als Smartwatches. Was das Band misst, wie die Auswertung funktioniert, wo seine Grenzen liegen – und für wen es sich lohnt.
VonMichael Lohrberg12 Min. Lesezeit

In eigener Sache: In diesem Beitrag geht es um den LEEK Pulse Pro – ein Produkt von Syrax, dem Herausgeber dieses Magazins.
Kurz & knapp
Der LEEK Pulse Pro ist ein Fitness-Armband ohne Display und ohne GPS, das sich auf Puls, HRV, SpO2, Stress, Schlafphasen und Aktivität konzentriert und daraus Schlaf-, Recovery- und Strain-Werte berechnet. Seine Besonderheiten: bis zu 30 Tage Akkulaufzeit, keine Cloud – die Daten bleiben auf dem Smartphone – und kein Abo – alle Funktionen sind im Kaufpreis enthalten. Die App läuft derzeit auf Android. Er passt zu allen, die Erholung und Belastung im Blick behalten wollen, ohne eine weitere Smartwatch zu tragen. Wer GPS-Strecken, ein Display oder Smartwatch-Funktionen braucht, ist mit einer Sportuhr besser bedient.
Inhalt
Smartwatches können heute fast alles: telefonieren, bezahlen, navigieren, Nachrichten beantworten, Musik streamen. Und genau das ist für viele das Problem. Wer ein Gerät vor allem dafür will, Training, Schlaf und Erholung besser zu verstehen, trägt am Ende einen kleinen Computer am Handgelenk, der ständig vibriert, jede Nacht geladen werden will und seine Gesundheitsdaten in irgendeine Cloud schickt.
Der LEEK Pulse Pro geht bewusst den entgegengesetzten Weg. Kein Display. Kein GPS. Keine Cloud. Kein Abo. Stattdessen ein schlankes Band, das rund um die Uhr am Handgelenk bleibt, bis zu 30 Tage ohne Laden auskommt und sich auf das konzentriert, was für Training und Regeneration wirklich zählt: Puls, Herzfrequenzvariabilität, Schlaf, Belastung und Erholung.
In diesem Artikel zeigen wir, was das Band misst, wie die Auswertung funktioniert, wo das Konzept seine Stärken hat – und wo es bewusst Grenzen zieht. Der Artikel gehört zum Themenbereich Wearables & Tracking.
Die Eckdaten auf einen Blick
| Merkmal | LEEK Pulse Pro |
|---|---|
| Bauform | Fitness-Armband ohne Display |
| Sensorik | optischer Pulssensor (PPG), SpO₂, 6-Achsen-Bewegungssensor (IMU) |
| Messwerte | Puls, HRV, Sauerstoffsättigung (SpO2), Stress, Schlafphasen, Schritte, Aktivität |
| Auswertungen | Schlaf-, Recovery- und Strain-Werte, Herzfrequenzzonen |
| Sportmodi | über 236 |
| GPS | kein eigenes GPS |
| Akkulaufzeit | bis zu 30 Tage, Laden in rund 2 Stunden |
| Schutzart | IP68 – Duschen und Schwimmen möglich |
| Verbindung | Bluetooth Low Energy 5.3 |
| App | LEEK App, derzeit nur Android (ab Android 8.0) |
| Datenspeicherung | auf dem Smartphone, keine Cloud |
| Abo | keines |
| Preis | 179,90 € |
| Verfügbarkeit | Serienstart Ende 2026 |
Das Konzept: Warum ein Tracker ohne Display?
Auf den ersten Blick wirkt ein Fitness-Tracker ohne Bildschirm wie ein Rückschritt. Auf den zweiten Blick ist es eine konsequente Entscheidung, die das Gerät für einen bestimmten Zweck besser macht.
Erstens: Akkulaufzeit. Das Display und der GPS-Empfänger gehören zu den größten Stromverbrauchern in jedem Wearable. Wer auf beides verzichtet, gewinnt enorm an Laufzeit. Statt jede Nacht oder alle zwei Tage zu laden, legst du das Band etwa einmal im Monat an das Ladegerät. Das klingt nach Komfort, hat aber einen handfesten Vorteil für die Datenqualität: Lücken entstehen fast nie. Wer seine Smartwatch nachts lädt, misst seinen Schlaf nicht – und gerade der Schlaf ist für die Bewertung der Erholung zentral.
Zweitens: Ablenkung. Ein Band ohne Display vibriert nicht bei jeder E-Mail, zeigt keine Benachrichtigungen und lädt nicht dazu ein, ständig auf das Handgelenk zu schauen. Für viele ist das ein echtes Plus – besonders im Schlaf und in der Freizeit.
Drittens: Fokus. Das Konzept zielt nicht darauf, das Smartphone am Handgelenk zu ersetzen, sondern auf eine Frage: Wie gut bin ich erholt, und wie viel Belastung verträgt mein Körper heute? Diese Frage beantwortest du nicht in Sekunden auf einem kleinen Display, sondern in Ruhe in der App.
Das Konzept ist nicht neu – auch andere Recovery-Tracker verzichten auf ein Display. Neu ist die Kombination mit fehlender Cloud und fehlendem Abo. Wie das Band im Vergleich zu Apple Watch, Garmin, Whoop und Fitbit dasteht, haben wir in einem eigenen, ausführlichen Artikel untersucht: LEEK Pulse Pro vs. Apple Watch, Garmin, Whoop und Fitbit.
Was der LEEK Pulse Pro misst
Puls im Alltag und im Training
Der optische Sensor misst den Puls über Lichtreflexion am Handgelenk. Im Alltag zeichnet das Band die Herzfrequenz in regelmäßigen Intervallen auf, um Akku zu sparen; im Training wechselt es in einen sekündlichen Messmodus, der den Belastungsverlauf detailliert abbildet. Daraus berechnet die App Herzfrequenzzonen, Zeit in jeder Zone und die Gesamtbelastung einer Einheit.
Für Training mit gleichmäßiger Belastung – Gehen, lockeres Laufen, Radfahren, Rudern – ist ein Handgelenkssensor ein gutes Werkzeug. Bei Krafttraining und kurzen Intervallen stoßen optische Sensoren grundsätzlich an Grenzen; dazu weiter unten mehr.
Ruhepuls und HRV
Zwei der wertvollsten Werte eines Wearables sind der Ruhepuls und die Herzfrequenzvariabilität in der Nacht. Gemeinsam zeigen sie, ob dein Nervensystem im Erholungs- oder im Stressmodus ist. Steigt der Ruhepuls über mehrere Tage an und sinkt gleichzeitig die HRV, ist das oft das erste Signal für zu viel Belastung, zu wenig Schlaf oder einen aufziehenden Infekt. Wie du diese Werte liest, erklären wir ausführlich in HRV verstehen.
Sauerstoffsättigung (SpO2)
Das Band schätzt die Sauerstoffsättigung im Blut optisch. Für gesunde Menschen liegt sie in Ruhe typischerweise im hohen Neunzigerbereich und schwankt wenig. Interessant wird der Wert vor allem im Schlaf und bei Aufenthalten in der Höhe. Wichtig: Wie bei allen Fitness-Trackern ist die SpO2-Messung ein Wellness-Wert und kein Ersatz für ein medizinisches Pulsoximeter. Was der Wert zeigen kann und was nicht, steht in SpO2 im Schlaf.
Stress
Aus Puls und HRV leitet das Band eine Stressbewertung über den Tag ab. Sie zeigt, wann dein Körper unter Anspannung stand – im Meeting, im Stau, nach dem dritten Kaffee. Für viele ist das eine überraschend ehrliche Rückmeldung. Wie solche Werte entstehen, erklärt Stress-Messung per Wearable.
Schlafphasen
Über Bewegung und Herzfrequenz unterscheidet das Band zwischen Tiefschlaf, REM-Schlaf, leichtem Schlaf und Wachphasen. Hinzu kommen Gesamtschlafdauer, Einschlafzeitpunkt und Unterbrechungen. Keine Handgelenksmessung ersetzt ein Schlaflabor – aber für Trends über Wochen, etwa die Wirkung von Alkohol, später Mahlzeiten oder einer neuen Abendroutine, sind solche Daten sehr wertvoll. Mehr zu den Phasen in Schlafphasen erklärt.
Schritte, Aktivität und über 236 Sportmodi
Schritte, aktive Zeit und Kalorienverbrauch gehören zur Grundausstattung. Für das Training stehen über 236 Sportmodi zur Verfügung, vom Krafttraining über Laufen und Radfahren bis zu Kampfsport und Ballsportarten. Die Profile helfen bei der Einordnung und Auswertung der Einheiten. Kalorienangaben sind – wie bei allen Wearables – Schätzungen und sollten als Trend, nicht als exakte Zahl verstanden werden. Die Hintergründe dazu in Kalorienverbrauch auf der Uhr: Warum die Zahl lügt.
Schlaf, Recovery, Strain: Die drei Kernwerte
Rohdaten sind gut, Entscheidungshilfen sind besser. Die App verdichtet die Messwerte zu drei Kernwerten, die zusammen ein einfaches System ergeben:
| Wert | Was er abbildet | Wofür du ihn nutzt |
|---|---|---|
| Schlaf | Dauer, Phasen, Unterbrechungen, Regelmäßigkeit | Hast du genug und gut genug geschlafen? |
| Recovery | Ruhepuls, HRV und Schlaf im Vergleich zu deinem Normalbereich | Wie bereit ist dein Körper heute für Belastung? |
| Strain | Herz-Kreislauf-Belastung durch Training und Alltag | Wie viel hast du deinem Körper heute abverlangt? |
Das Zusammenspiel ist der eigentliche Nutzen: Ein hoher Recovery-Wert ist die Einladung, heute hart zu trainieren; ein niedriger ist das Signal, die Belastung zu reduzieren. Der Strain-Wert zeigt dir, ob du deine Belastung tatsächlich daran anpasst – oder ob du an schlechten Tagen trotzdem Vollgas gibst. Wie du daraus konkrete Trainingsentscheidungen ableitest, zeigen wir im Praxisartikel Training mit Daten: So holst du mit dem LEEK Pulse Pro mehr aus jedem Training.
Datenschutz: Deine Daten bleiben bei dir
Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten Informationen, die es gibt. Sie verraten, wann du schläfst, wie gestresst du bist, wann du krank wirst und wie fit du bist. Viele Wearable-Anbieter speichern diese Daten auf eigenen Servern, um sie auszuwerten, zu synchronisieren und Zusatzfunktionen anzubieten.
Der LEEK Pulse Pro setzt auf ein anderes Modell: Die Daten bleiben auf deinem Smartphone. Es gibt keine Cloud, in die Puls, Schlaf oder HRV hochgeladen werden, und kein Konto, ohne das das Gerät nicht funktioniert. Das hat klare Vorteile:
- Privatsphäre: Deine Gesundheitsdaten liegen nicht auf fremden Servern.
- Unabhängigkeit: Keine Abhängigkeit von Server-Infrastruktur oder Geschäftsmodellen, die sich ändern können.
- Keine laufenden Kosten: Ohne Cloud-Infrastruktur gibt es auch keinen Grund für ein Abo.
Es gibt aber auch eine Kehrseite, die zur Ehrlichkeit gehört: Ohne Cloud gibt es kein Web-Dashboard im Browser, und die Daten sind an dein Smartphone gebunden. Wer sein Handy wechselt oder verliert, sollte sich vorher über die Übertragungsmöglichkeiten der App informieren. Grundsätzliche Fragen zu Fitness-Daten und Datenschutz behandeln wir in Datenschutz bei Fitness-Trackern.
Kosten: Was das Band über drei Jahre wirklich kostet
Der Anschaffungspreis ist nur die halbe Wahrheit. Einige Recovery-Tracker funktionieren nur mit kostenpflichtiger Mitgliedschaft; andere Hersteller schalten erweiterte Analysen gegen eine monatliche Gebühr frei. Über die typische Nutzungsdauer eines Wearables von zwei bis drei Jahren summiert sich das.
| Modell | Kosten Jahr 1 | Kosten über 3 Jahre |
|---|---|---|
| LEEK Pulse Pro (kein Abo) | 179,90 € | 179,90 € |
| Recovery-Tracker mit Pflicht-Mitgliedschaft à 199 €/Jahr | 199 € | 597 € |
| Recovery-Tracker mit Pflicht-Mitgliedschaft à 264 €/Jahr | 264 € | 792 € |
Die Werte für die Mitgliedschaften entsprechen den Jahrespreisen, die für Whoop in Deutschland genannt werden (Stand: 2025/2026, Quelle unten). Preise können sich ändern; die Rechnung zeigt vor allem das Prinzip. Mehr dazu in Fitness-Tracker ohne Abo: Was du wirklich bezahlst.
Die Grenzen: Was der LEEK Pulse Pro nicht kann
Wir bauen dieses Band – gerade deshalb gehört eine ehrliche Liste seiner Grenzen dazu. Diese Punkte solltest du vor dem Kauf kennen:
App derzeit nur für Android. Die LEEK App gibt es aktuell ausschließlich für Android (ab Version 8.0). Mit einem iPhone lässt sich das Band derzeit nicht nutzen.
Kein GPS. Wer beim Laufen oder Radfahren Strecke, Pace und Höhenmeter aufzeichnen will, braucht dafür ein anderes Gerät oder das Smartphone. Für Läufer, die nach Pace trainieren, ist eine GPS-Sportuhr die bessere Wahl.
Kein Display. Uhrzeit, Live-Puls oder Trainingsdaten kannst du nicht am Handgelenk ablesen. Wer während eines Intervalltrainings ständig auf seine Herzfrequenz schauen will, wird das vermissen.
Optische Pulsmessung im Krafttraining. Das gilt für alle Wearables mit Handgelenkssensor: Wenn du die Hantel fest greifst und das Handgelenk beugst, wird die optische Messung ungenauer. Typischerweise unterschätzen Handgelenkssensoren die Belastung im Krafttraining. Für Kraftsportler sind deshalb Schlaf, Ruhepuls und HRV die wertvolleren Daten – nicht der Puls während der Sätze. Mehr in Wearables für Krafttraining: Was sie (noch) nicht können.
Puls im Alltag in Intervallen. Um die lange Akkulaufzeit zu ermöglichen, misst das Band außerhalb des Trainings nicht sekündlich, sondern in Abständen. Für Ruhepuls- und Tagesverläufe reicht das, für eine lückenlose Sekunde-für-Sekunde-Kurve über den ganzen Tag nicht.
Keine medizinischen Funktionen. Kein EKG, keine Blutdruckmessung, keine Hauttemperatur. Das Band ist ein Trainings- und Wellness-Werkzeug, kein Medizinprodukt.
Keine Smartwatch-Funktionen. Bezahlen, Musik, Apps – all das gibt es nicht. Das ist gewollt, sollte aber klar sein.
Stärken
- Bis zu 30 Tage Akku – kaum Datenlücken, auch im Schlaf
- Keine Cloud: Gesundheitsdaten bleiben auf dem Smartphone
- Kein Abo, alle Funktionen im Kaufpreis enthalten
- Fokus auf Schlaf, Recovery und Strain statt Funktionsflut
- Kein Display, keine Ablenkung, angenehm im Schlaf
- Über 236 Sportmodi
- IP68: Duschen und Schwimmen möglich
Grenzen
- App derzeit nur für Android
- Kein GPS – keine Strecken- und Pace-Aufzeichnung
- Kein Display – Live-Werte nur in der App
- Optische Pulsmessung im Krafttraining eingeschränkt (wie bei allen Handgelenk-Sensoren)
- Puls im Alltag in Intervallen statt sekündlich
- Kein Web-Dashboard, Daten an das Smartphone gebunden
- Serienstart erst Ende 2026
Drei Szenarien aus dem Trainingsalltag
Wie fügt sich ein Band ohne Display in den Alltag ein? Drei typische Nutzungsprofile zeigen, wo das Konzept seine Stärken ausspielt.
Der Kraftsportler mit vier Einheiten pro Woche
Tobias trainiert nach einem Oberkörper/Unterkörper-Split und will Fortschritte bei Kniebeuge und Bankdrücken. Den Puls während der Sätze braucht er nicht – dafür hat er sein Trainingstagebuch. Ihn interessiert etwas anderes: Warum laufen manche Wochen hervorragend und andere zäh? Nach einem Monat mit dem Band sieht er ein klares Muster: In Wochen mit weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht sind seine Recovery-Werte niedrig, und genau in diesen Wochen stagniert er im Training. Er verschiebt seine schwersten Einheiten seitdem auf Tage mit gutem Recovery-Wert und legt an roten Tagen leichtere Technikeinheiten ein. Das ist keine Raketenwissenschaft – aber ohne Daten hätte er das Muster nicht gesehen. Wie du deinen Trainingsplan grundsätzlich aufbaust, steht im Muskelaufbau-Guide.
Der Hybrid-Athlet mit Kraft und Ausdauer
Jan kombiniert drei Krafteinheiten mit zwei lockeren Radeinheiten und einem Intervalltraining pro Woche. Für ihn ist der Strain-Wert besonders nützlich: Er zeigt, wie viel Gesamtbelastung sich über die Woche aufsummiert. Seine lockeren Radeinheiten steuert er über die Herzfrequenzzonen in der App, damit sie wirklich locker bleiben – ein häufiger Fehler beim Zone-2-Training. Strecke und Geschwindigkeit zeichnet er mit dem Fahrradcomputer auf; das Band liefert ergänzend Puls, Belastung und die Erholungsdaten der Nacht.
Der Manager mit wenig Zeit und viel Stress
Stefan trainiert zweimal pro Woche und läuft am Wochenende. Seine größte Baustelle ist nicht das Training, sondern der Alltag: lange Tage, späte Mails, unruhiger Schlaf. Die Stressbewertung zeigt ihm schwarz auf weiß, dass sein Körper an Bürotagen bis spät in den Abend unter Anspannung steht – und dass Nächte nach dem zweiten Glas Wein deutlich schlechter ausfallen. Für ihn ist das Band weniger ein Trainingsgerät als ein ehrlicher Spiegel. Dass er es nachts nicht ablegen muss, um es zu laden, ist dabei entscheidend: Gerade die Schlafdaten sind für ihn am wertvollsten. Strategien gegen den Stress-Schlaf-Kreislauf liefert Schlaf als Leistungs-Booster.
Alltag und Tragegefühl
Ein Band, das 30 Tage am Stück getragen werden soll, muss im Alltag verschwinden. Das Konzept ohne Display hilft dabei: Es gibt keinen Bildschirm, der nachts aufleuchtet, keinen Grund, das Band beim Kochen oder im Büro abzunehmen, und keine Benachrichtigungen, die dich aus der Konzentration reißen. Für die Pulsmessung gilt wie bei jedem optischen Sensor: Das Band sollte gut sitzen, ohne einzuschnüren, und etwa einen Finger breit oberhalb des Handgelenkknochens getragen werden. Im Training kann es sinnvoll sein, es etwas fester zu stellen. Allgemeine Tipps zum richtigen Sitz stehen in Fitness-Tracker richtig tragen.
Für wen eignet sich der LEEK Pulse Pro?
Gut geeignet für:
- Kraftsportler und Hybrid-Athleten, die ihre Erholung steuern wollen, ohne eine Sportuhr zu tragen.
- Menschen mit viel Stress im Job, die sehen wollen, wie Schlaf, Alltag und Training zusammenhängen.
- Datenschutzbewusste, die ihre Gesundheitsdaten nicht in eine Cloud geben wollen.
- Abo-Müde, die einmal zahlen und dann Ruhe haben wollen.
- Uhrenliebhaber, die am linken Handgelenk ihre mechanische Uhr tragen und am rechten ein unauffälliges Band.
Weniger geeignet für:
- Läufer und Radfahrer, die nach Pace und Strecke trainieren – hier ist eine GPS-Sportuhr die bessere Wahl. Kriterien dafür in Pulsuhr für Läufer.
- Menschen, die Smartwatch-Funktionen wollen – Benachrichtigungen, Bezahlen, Apps.
- Wer medizinische Messungen braucht – dafür sind zertifizierte Medizinprodukte und ärztliche Diagnostik da.
So holst du das meiste aus dem Band heraus
Ein Tracker misst – Ergebnisse entstehen durch Entscheidungen. Drei Gewohnheiten machen den Unterschied:
- Trag das Band konsequent, auch nachts. Die Werte für Erholung entstehen im Schlaf. Jede Nacht ohne Band ist eine Lücke in deiner Baseline.
- Gib ihm Zeit. Die ersten zwei bis vier Wochen dienen dazu, deinen persönlichen Normalbereich zu lernen. Interpretiere einzelne Werte in dieser Phase noch zurückhaltend.
- Handle nach Trends, nicht nach Tageswerten. Ein schlechter Recovery-Wert nach einem langen Abend ist normal. Drei schlechte Tage in Folge sind ein Signal.
Einen Schritt-für-Schritt-Leitfaden für die ersten Tage findest du in LEEK Pulse Pro einrichten: Die ersten 7 Tage, und wie du die Werte in deinen Trainingsplan einbaust, zeigt Trainingsplan mit Recovery-Steuerung.
Was wir nach dem Serienstart nachreichen
Dieser Artikel beschreibt Konzept und Funktionsumfang. Nach dem Serienstart dokumentieren wir in einem eigenen Bericht, was nur der Alltag zeigen kann – mit offengelegter Methode:
- Akkulaufzeit unter realen Bedingungen – mit täglichem Training und durchgehendem Schlaf-Tracking.
- Plausibilität der Pulswerte im Vergleich zu einem Brustgurt bei Zone-2-Einheiten, Intervallen und Krafttraining.
- Stabilität der Schlaf- und Recovery-Werte über mehrere Wochen und ihre Reaktion auf Alkohol, Stress und harte Trainingsblöcke.
- Alltagstauglichkeit der App: Wie schnell findest du die Informationen, die du für eine Trainingsentscheidung brauchst?
Den Bericht findest du nach Veröffentlichung unter 30 Tage Akku im Alltag: Langzeitbericht LEEK Pulse Pro.
Fazit: Ein Werkzeug mit klarem Fokus
Der LEEK Pulse Pro ist kein Smartwatch-Ersatz und will es auch nicht sein. Er ist ein konsequent fokussiertes Werkzeug für eine Frage: Wie gut bin ich erholt, und wie viel kann ich heute leisten? Dafür bringt er die richtigen Zutaten mit – Ruhepuls, HRV, Schlafphasen, Stress und Belastung, zusammengefasst in Schlaf-, Recovery- und Strain-Werten. Die lange Akkulaufzeit sorgt für lückenlose Daten, das Datenschutzkonzept ohne Cloud und der Verzicht auf ein Abo heben ihn klar von vielen Konkurrenten ab.
Wer GPS, ein Display oder Smartwatch-Funktionen braucht, wird hier nicht glücklich. Wer aber genau diese Dinge nicht vermisst und vor allem besser trainieren, schlafen und regenerieren will, findet im LEEK Pulse Pro ein durchdachtes Gesamtpaket zu einem fairen Preis ohne Folgekosten. Ob er im direkten Vergleich mit den großen Marken die richtige Wahl für dich ist, klärt unser großer Vergleich.
Quellen und Stand: Produktangaben von Syrax, Stand Oktober 2026. Mitgliedschaftspreise Whoop in Deutschland laut nextpit Kaufberatung Whoop (abgerufen Oktober 2026).
Häufige Fragen
Was kostet der LEEK Pulse Pro?
Den aktuellen Preis findest du im Syrax Shop. Es fällt kein Abo an – alle Funktionen der App sind im Kaufpreis enthalten. Der Serienstart der ersten Serie ist Ende 2026.
Braucht der LEEK Pulse Pro ein Abo?
Nein. Anders als einige Recovery-Tracker, die nur mit kostenpflichtiger Mitgliedschaft funktionieren, gibt es beim LEEK Pulse Pro keine laufenden Gebühren. Die Auswertung findet in der Begleit-App auf dem Smartphone statt.
Funktioniert der LEEK Pulse Pro mit dem iPhone?
Derzeit nicht. Die LEEK App ist aktuell nur für Android verfügbar (ab Android 8.0, Bluetooth 5.0). Wer ein iPhone nutzt, sollte das vor dem Kauf wissen.
Hat der LEEK Pulse Pro GPS?
Nein, das Band hat kein eigenes GPS. Strecken, Pace und Distanzen beim Laufen oder Radfahren zeichnet es deshalb nicht selbst auf. Puls, Belastung und Aktivität misst es auch ohne GPS.
Wie lange hält der Akku des LEEK Pulse Pro?
Bis zu 30 Tage. Möglich wird das unter anderem durch den Verzicht auf Display und GPS. Die tatsächliche Laufzeit hängt wie bei jedem Wearable von der Nutzung ab, etwa von der Zahl aufgezeichneter Trainingseinheiten. Vollständig geladen ist das Band in rund zwei Stunden.
Wo werden meine Daten gespeichert?
Auf deinem Smartphone. Es gibt keine Cloud, in die Gesundheitsdaten hochgeladen werden. Das schützt die Privatsphäre, bedeutet aber auch, dass es kein Web-Dashboard im Browser gibt.
Misst der LEEK Pulse Pro Blutdruck oder EKG?
Nein. Das Band misst Puls, HRV, Sauerstoffsättigung, Stress, Schlafphasen und Aktivität. Blutdruck, EKG und Hauttemperatur gehören nicht zum Funktionsumfang. Für medizinische Messungen ist es – wie alle Fitness-Tracker dieser Art – nicht gedacht.
Schlagwörter
- LEEK Pulse Pro
- Syrax
- Fitness-Tracker
- Wearables
- Recovery
- Schlaf-Tracking

Über den Autor
Michael Lohrberg· Gründer von Syrax
Michael Lohrberg hat Syrax 2026 gegründet. Bundeswehr mit Auslandseinsatz, seit 2010 in der Industrie, Schichtbetrieb und zwei Aufgaben parallel – aus der Frage, wie viel Erholung im Alltag wirklich übrig bleibt, entstand der LEEK Pulse Pro. Im Magazin schreibt er über Training, Schlaf und Regeneration – praxisnah und mit Blick auf die Studienlage.
Mehr über MichaelDieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Vorerkrankungen, Schmerzen oder Unsicherheit sprich vor Trainings- oder Ernährungsumstellungen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Auch verfügbar auf: English
Syrax Magazin


